Biographie

Peter Prange

Peter Prange, geboren 1955, promovierte mit einer Arbeit zur Philosophie und Sittengeschichte der Aufklärung. Nach seinem Durchbruch als Romanautor mit Das Bernstein-Amulett (für die ARD als Zweiteiler verfilmt) folgte die Weltenbauer-Trilogie: Die Principessa, Die Philosophin und Die Rebellin, die alle monatelang auf der Bestsellerliste standen. 2007 erschien sein Bestseller Der letzte Harem, 2009 sein großes Renaissance-Epos Die Gottessucherin. Auch im Ausland hat Peter Prange sich einen Namen gemacht. Übersetzt in 24 Sprachen, haben seine Bücher inzwischen eine internationale Gesamtauflage von über 2,5 Mio Exemplaren erreicht.
Sein Sachbuch WERTE, ein Reiseführer durch die abendländische Kulturgeschichte, diente Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrer Antrittsrede als EU-Ratspräsidentin im Januar 2007 vor dem Europaparlament zur Begründung ihrer Europavision und wurde zum „Europe Book Prize“ nominiert.

Steckbrief

Geboren und aufgewachsen?

In Altena, im Sauerland: „wo Misthaufen qualmen, da blüh´n keine Palmen.“

Wohnort?

Tübingen, Zentrum der Weltabgeschiedenheit und Stadt mit der größten Professoren- und Schriftsteller-Dichte pro Quadratmeter in Deutschland.

Familienstand?

Ich bin seit über 20 Jahren glücklich „gegen“ eine Türkin verheiratet und habe eine Tochter, die mit ihrer Weigerung, Bücher zu lesen, immer wieder meinen Ehrgeiz anstachelt – in der Hoffnung, dass sie wenigstens meine Bücher irgendwann mal liest.

Üben Sie noch einen anderen Beruf außer Schriftsteller aus?

Ich habe mein Studium als „staatlich geprüfter Erotologe“ abgeschlossen – meine Dissertation hatte die sexuelle Revolution im 18. Jahrhundert zum Gegenstand. Aber welchen Beruf soll man mit einer solchen Ausbildung ergreifen? Nein, mir blieb keine Wahl, ich musste Schriftsteller werden.

Ich mag:

Schöne Frauen (vor allem meine eigene), Überraschungen (nach Möglichkeit erfreuliche), gutes Essen (altmodische Küche mit vielen Kalorien), Reiten (wenn mein Rücken es zulässt).

Ich mag nicht:

Schlechte Unterhaltung, Langeweile. Darum auch eines meiner allerersten Bücher (welches, wird nicht verraten).

Beschreiben Sie sich in drei Worten.

Schüchtern UND größenwahnsinnig.

Lieblingsautor?

Als ich mit zehn, zwölf Jahren anfing, dicke Bücher zu lesen, schwankte ich zwischen Karl May und Thomas Mann. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

Welches Buch hätten Sie gern geschrieben?

Natürlich die Bibel! Schließlich war das „Buch der Bücher“ der erste historische Roman der Weltliteratur überhaupt. Außerdem soll es sich ziemlich gut verkauft haben.

Lieblingsbeschäftigungen?

Gott spielen, sprich: Menschen und Schicksale erfinden.

Lieblingsfilm?

"Das war mein Leben". Allerdings hoffe ich sehr, dass es bis zum Drehbeginn noch etwas dauert.

Welcher Figur aus einem Ihrer Romane möchten Sie niemals begegnen und warum?

Laura aus Himmelsdiebe. Ich glaube, wir würden uns ineinander verlieben. Und was würde dann aus Harry? Nein, wäre doch schade um die schöne Liebesgeschichte der beiden.

Wie sieht Ihr Alltag als Autor aus?

Weil ich von Natur aus faul bin, arbeite ich sehr diszipliniert. Statt morgens mit mir zu diskutieren, ob ich inspiriert bin oder nicht, betrete ich jeden Tag punkt neun Uhr mein Arbeitszimmer, öffne das Fenster und bitte die Muse freundlich herbei, mich zu küssen. Manchmal kommt sie, meistens nicht. Doch nie kann sie behaupten, sie hätte mich nicht am Platz gefunden.

Die beste Entscheidung Ihres Lebens?

Mein Entschluss, auf die Welt zu kommen. Ich hätte sonst viel verpasst.

Welchen (Kindheits-)Traum haben Sie sich noch nicht erfüllt?

Einen Tag lang schweigen – ich schaffe es einfach nicht!

Mit wem würden Sie gern einen Tag tauschen und warum?

Mit meiner Frau. Um mich selbst mal näher kennen zu lernen.

Sie können Frühstück, Mittag- und Abendessen an drei unterschiedlichen Orten auf der Welt einnehmen – wohin führt Sie diese Reise?

Frühstück in New York – dort muss man erst sechs Stunden später aufstehen als hier. Mittagessen in Rom, zur geistigen Stärkung – durch den Papst und meinen dort lebenden Agenten Roman Hocke. Abendessen in Konstantinopel – noch mal kurz im Harem vorbeischauen.

Ihr nächstes Ziel?

Woher soll ich das wissen? Schließlich ist es mein Ehrgeiz, mich immer wieder selbst zu überraschen.

Bookmark and Share