Die Gottessucherin | Peter Prange

„Mehr Leben passt in kein Buch”

Darf man für die Liebe zu Gott die Liebe zu den Menschen opfern? Peter Prange erzählt die schicksalhafte Lebensreise der Gracia Mendes, einer der außergewöhnlichsten Frauen der europäischen Renaissance. Obwohl eine gläubige Jüdin muss sie aus Angst vor der Inquisition wie eine Christin leben. Damit nicht genug, wird sie mit einem Mann verheiratet, der skrupellos Profit aus der Not seiner jüdischen Glaubensbrüder schlägt. Doch schon in der Hochzeitsnacht wird der vermeintliche Verräter zur großen Liebe ihres Lebens. Unter der grausamen Gewaltherrschaft der Inquisition aber wird Gracia gezwungen, quer durch den brodelnden Kontinent zu fliehen. Die Reise der Gottessucherin beginnt, die Reise einer Kämpferin, die Königen und Päpsten die Stirn bieten wird ...

Rezensionen

Sogenannte historische Romane beschreiben meist nur die Oberfläche des Lebens oder begnügen sich überhaupt mit Klischees … Da ist nichts Neues, Spannendes mehr zu finden … Wenn aber einer die Bühne der Vergangenheit akribisch ausleuchtet, sich tief in die Gedanken- und Lebenswelt der historisch belegten Personen eingräbt, sich quasi verliebt in sie, dann erscheint der historische Roman als durchaus heutiger, gibt am Ende das Gefühl, aus dem geschilderten Schicksal längst Verblichener auch etwas für das eigene Leben gezogen zu haben. Peter Prange ist so einer, der den historischen Kontext nicht mit Klischees und vorgefertigten Versatzstücken anreichern muss. Er lässt uns seine eigene Begeisterung für Raum und Zeit spüren und schlägt uns durch seine glühende unverfälschte Sprache in Bann. Auch wenn die handelnden Personen (zum großen Teil) belegbar sind, das Thema ein durchaus ernsthaftes ist und das Kompendium – („Die Gottessucherin“ auf Grund des Umfangs einfach einen Schmöker zu nennen, zeugt von mangelndem Respekt und fehlender Urteilskraft) – reichlich Wissenswertes (im konkreten Fall über die Geschichte des Judentums) bietet, darf auch der seriöse historische Roman Vergnügen bereiten. Und wie diese 760 Seiten unterhalten!
Ditta Rudle, Buchkultur, Februar / März 2010
Peter Pranges Roman „Die Gottessucherin“ erzählt die - bis auf den Holocaust - einschneidenste und tragischste Geschichte der Juden, die sich seit dem Ende der jüdischen Königreiche ereignete. Im Zentrum steht die Jüdin und zwangsgetaufte Christin Gracia Mendes zur Zeit der Vertreibung der Juden aus Spanien im Jahr 1492. Peter Prange spiegelt durch ihr Leben in packender und höchst lebendiger Weise die gesellschaftspolitischen und religiösen Konflikte, die die Welt bis heute verändert haben.
Avi Primor, langjähriger Botschafter Israels in Deutschland
Ein toller Roman!
Inka Schneider, DAS!, NDR-Fernsehen, 21.12.09
Ein großartiges Panorama des 16. Jahrhunderts.
Buch aktuell, 22.12.09
Ein großartiger Roman, der durch Vielschichtigkeit und authentische Beschreibungen besticht. Man wird zurückversetzt in die Vergangenheit und ist danach kaum bereit, in die eigene Gegenwart zurückzukehren und die Figuren zu verabschieden. Peter Prange beweist ein weiteres Mal, dass er mit zu den Topp-Autoren des historischen Romans in Deutschland gehört! Geschichte live und in Farbe.
Leselust, Januar 2010
Handy aus, Leselampe an, der Schmöker zieht einen sofort in den Bann.
Brigitte, 04.11.09

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