Gestern Abend: ziemlich blau...
Im Hyde Park, dem Herzen der Hauptstadt, entsteht ein Bauwerk, wie die Welt noch keins gesehen hat: der "Kristallpalast", ein glitzernder Traum aus Glas und Stahl. Hier soll das Fest der ersten Weltausstellung gefeiert werden, das Paradies auf Erden. Emily Paxton, Tochter des Baumeisters, ist fasziniert von der Vision. Dann aber trifft sie Victor wieder, den vergessenen Freund ihrer Jugend, und das Drama der Weltausstellung wird zum Drama ihrer Liebe. Denn Victor setzt alles daran, den Traum ihres Vaters als Alptraum der Menschheit zu entlarven.
Einmal mehr ist es Prange gelungen, auf höchst unterhaltsame Weise Wissen über ein großes Projekt der Menschheit zu vermitteln und ebenso über den Alltag im London des 19. Jahrhunderts mit seinen Hässlichkeiten auf der einen Seite und dem Prunk auf der anderen. Dies alles geschieht zum großen Vergnügen seiner Leser.
Jeanette Stickler, Hamburger Abendblatt, 29.10.2005
Es gibt viele historische Romane auf dem Markt, aber kaum einer schreibt so gut wie er. Peter Prange, Experte, wenn es um die Zeit der Aufklärung geht, exakter Rechercheur und wunderbarer Autor. Wieder hat er sich eine Figur der Geschichte gewählt und ihr eine neue Geschichte eingehaucht. Emily Paxton… Ein Roman, der eine Liebesgeschichte erzählt und gleichzeitig dem Leser eine vergangene Zeit näher bringt. Politische und wirtschaftliche Verhältnisse, Herausforderungen und Umbrüche. Sehr, sehr schön erzählt!
Christine Weiner, Kaffee oder Tee, Buchtipp, SWR Fernsehen, 17. November 2005
Prange gelingt ein überzeugendes Sittengemälde der viktorianischen Gesellschaft: mit ihrem unbedingten Fortschrittsglauben, ihrem schönen Schein und dem Elend der Arbeiter. … Lesenswert!
Bernhard Lill, Brigitte, 15.10.2005